PRESSEMITTEILUNG


Am späten Nachmittag des 12. Januars erschütterte das seit über 200 Jahren schwerste Erdbeben mit der Stärke 7,3 auf der Richterskala Haiti. Das Epizentrum befindet sich in der Küstenregion, 22 km von der Hauptstadt Port au Prince entfernt. Zwei etwas schwächere Nachbeben der Stärke 5,9 und 5,5 folgten. In erster Linie ist die Westprovinz Haitis mit den Städten Port au Prince und Carrefour sowie Jacmel mit einer Bevölkerung von 2,2, Mio. Menschen von der Katastrophe betroffen.

Tausende Menschen in der Region sind obdachlos, man muss zumindest von 30.000 Toten ausgehen. Da das gesamte Telekommunikationssystem sowie Internet zusammengebrochen sind, kann derzeit niemand genauere Angaben machen. Erste Informationen aus der Katastrophenregion berichten, dass zahlreiche Häuser sowie der Präsidentenpalast, die Einrichtungen der UN und Weltbank, das Rotkreuz- und Echogebäude zerstört oder stark beschädigt wurden. Das Haitianische Rote Kreuz meldete einen getöteten Mitarbeiter.

Unmittelbar nach Ausbruch der Katastrophe sind alle verfügbaren Freiwilligen Rotkreuzhelfer im Einsatz und beteiligen sich an der Such- und Rettungsaktion. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften stellt dem Haitianischen Roten Kreuz 500.000 CHF zur Unterstützung der Opfer zur Verfügung. Überdies wurde ein vorläufiger Appeal über 2 Mio. CHF zur Unterstützung von 2.000 Familien herausgegeben.

Hilfen aus Deutschland
Das Deutsche Rote Kreuz sendet heute bzw. morgen drei Delegierte in die Erdbebenregion und bereiten sich auf einen großen Einsatz in medizinischer Hilfe vor. Gemeinsam mit dem Haitianischen Roten Kreuz werden diese Delegierte in Kooperation mit der Internationalen Föderation eine Bedarfserhebung durchführen, damit das DRK möglichst schnell und zielgerichtet seinen Hilfseinsatz abstimmen und umsetzen kann. Benachbarte Länder wie die USA haben unverzüglich Suchhunde-Teams auf den Weg geschickt. Eine Entsendung von Rettungshunden aus Deutschland ist wegen der langen Reisezeit nicht sinnvoll. Auch Sachspenden können angesichts der logistischen Herausforderungen im Einsatzgebiet nicht verwendet werden. Das Rote Kreuz steht mit dem Auswärtigen Amt in ständigem Kontakt.

Aktuelle Entwicklungen finden Sie unter http://roteskreuzerh.wordpress.com und www.brk.de

Der BRK-Kreisverband Erlangen-Höchstadt hat ein Spendenkonto mit dem Stichwort "Haiti" eingerichtet. Für die sofortige Unterstützung der Erdbebenopfer sowie die mittel- bis langfristigen Wiederaufbauarbeiten sind wir dringend auf Spenden angewiesen:

Bayerisches Rotes Kreuz Erlangen-Höchstadt
Konto: 2321
BLZ: 763 500 00
Sparkasse Erlangen
Stichwort: "Haiti"

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und Ihre Hilfsbereitschaft!

Ihr
Bayerisches Rotes Kreuz
Erlangen-Höchstadt

 

 

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